Länderinformationen La Réunion

La Réunion ist einer der letzten Paradiese unserer Erde – mitten im Indischen Ozean. Tropisch, voller natürlicher Überraschungen, bunt und vielfältig. Hier erwartet Sie alles, was die Reise La Réunion perfekt macht: von Stränden, Vulkanbergen, bezaubernden Städten, über kreolische Dörfer bis hin zu atemberaubender Natur und angenehmen Komfort. Die Insel La Réunion ist ein französisches Überseedépartement und ist somit Mitglied der Europäischen Union sowie politisch stabil und sicher, mit guter Infrastruktur, französischer Sprache und dem Euro als Währung.
Auf nur 2.500 km² Fläche vereint die Trauminsel La Réunion eine verblüffende Vielzahl von Naturlandschaften: weiße Sandstrände, Lagunen mit vorgelagertem Korallenriff, aber auch traumhafte Berggipfel, wilde Flüsse, kristallklare Wasserfälle, tropische Wälder, einen aktiven aber ungefährlichen Vulkan und noch so einiges mehr.

Die Abbildung zeigt das Wappen von La Réunion
Amtssprache: Französisch
Hauptort: Saint-Denis
Fläche: 2.503,7 km²
Einwohnerzahl: 835.103 (1. Januar 2013)

Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsangehörige können mit einem gültigen Reisepass, gültigen Personalausweis und gültigen Kinderreisepass visumfrei einreisen.

Geographie
Die Insel La Réunion, zwischen Madagaskar und Mauritius im Indischen Ozean gelegen, ist eine der jüngsten Inseln der Erde. Sie ist vor weniger als 3 Millionen Jahren im Indischen Ozean entstanden und verfügt über eine bergige Landschaft und ein sehr stark ausgeprägtes Relief, welches von einem aktiven Vulkanismus bestimmt ist. Sie unterscheidet sich daher stark von ihren Nachbarinseln im Indischen Ozean, bietet aber gerade deshalb eine sehr reizvolle Landschaft und Naturwelt.

Geschichte
Die Insel La Réunion ist schon den arabischen, portugiesischen, englischen und holländischen Seefahrern bekannt, die dort Halt machen, um sich Wasser und  Nahrungsvorrat zu beschaffen. Die ersten Réunionnais sind daher alle madagassischer Abstammung. Die Ostindienkompagnie, die die Insel bis 1767 verwaltet, gestaltet ab 1715 den Kaffeeanbau, der viele Arbeitskräfte benötigt. Eine Sklavengesellschaft entsteht. Alle Hänge der Insel La Réunion sind bis Anfang des 19. Jahrhunderts mit Kaffeeplantagen bepflanzt. Gewürznelken und Muskatnusssträucher werden ebenfalls erfolgreich eingeführt. Die Insel wird zuerst von den Arabern „Dina Morghabine“ genannt. Anschließend taufen sie die Franzosen „Bourbon Insel“. Sie erhält ihren aktuellen Namen 1794, in Bezug auf die Versammlung der Generalstände im Laufe der französischen Revolution. 1803 wird sie Insel Bonaparte, dann 1814, nach fünfjähriger englischer Besetzung wieder Insel Bourbon genannt. 1848 nimmt sie ihren definitiven Namen wieder an. 1815 beginnt eine wahre industrielle Revolution mit der Bewirtschaftung des Zuckerrohrs, der schnell den Kaffee auf allen Küstengebieten ersetzt. Die Zuckerrohrindustrie hat alle Krisen überlebt und ist heute noch das Hauptprodukt der Landwirtschaft der Insel La Réunion. In Saint-Leu im Musée Stella Matutina sind die Landwirtschaftsabenteuer von der Insel La Réunion dokumentiert.1848 wird die Sklaverei aufgehoben. Herren und ehemalige Sklaven haben es schwer zusammenzuarbeiten. Die Insel sucht außerhalb nach Arbeitern. Viele der Arbeiter, die auf massive Weise in Indien angestellt wurden, verbleiben auf der Insel La Réunion. Als Madagaskar 1895 von Frankreich kolonialisiert wird, tritt die Insel La Réunion mehrere Jahrzehnte in den Hindergrund und lebt im Schatten ihrer großen Nachbarin.Die Insel La Réunion wird aber 1946 Überseedepartement. Der Staat investiert massiv und verleiht der Insel La Réunion ihr heutiges modernes und entwickeltes Aussehen. Die Insel La Réunion ist auch eine selbstständige Region der Europäischen Gemeinschaft, selbst wenn sie 10.000 Kilometer von Brüssel entfernt ist.Landwirtschaft und Fischfang, weiterverarbeitende Industrie, Handel, Informations- und Kommunikationstechnologien, Medien und Tourismus sind heute die hauptsächlichen wirtschaftlichen Aktivitäten.

Klima
Obwohl die Insel nur etwa so groß wie Luxemburg ist, beherbergt sie mehr als 200 Mikroklimazonen. Zwei Vulkane, ein erloschener und ein aktiver, teilen La Réunion klimatisch in zwei große Klimazonen, eine feucht-heiße und eine trocken-heiße Region. Einzigartig ist die Landschaft im Inselinnern, die von drei großen Talkesseln geprägt wird. Hier hat sich eine vielfältige Flora und Fauna angesiedelt. Wie auf allen Inseln im westindischen Ozean gibt es keine Giftschlangen oder sonstigen gefährlichen Tiere, dafür viele Vögel wie chinesische Wachteln, Kanarienvögel und weiße Amseln. Übertroffen wird die Farbigkeit der Landschaft von der Schönheit der Unterwasserwelt, die von tropischen Fischen und Korallen bevölkert wird. Auf der Insel ist es ganzjährig feucht und warm bei Temperaturen zwischen 20 und 26°C. Bergwanderern sind die regenreichen Monate Januar bis März nicht zu empfehlen, da Erdrutsche und anschwellende Bäche viele Wege unpassierbar machen. 

Bevölkerung
Die Geschichte spiegelt sich in den Gesichtern der heutigen Réunionnais wieder, die zum größten Teil verschiedener Herkunft sind. Sie werden familiär auf folgende Weise bezeichnet:

Cafres: Nachkommen von Sklaven oder angestellten Arbeitern aus Afrika und Madagaskar.
Zarabs: Musliminder, die mit den Arabern ihre Religion teilen.
Malbars: Nachkommen der angestellten Arbeiter aus Südindien.
Zoreys: Franzosen der Metropole.
Chinois: Réunionnais chinesischer Herkunft.
Yab oder „Petit Blanc des Hauts“: Nachkommen der Kolonialherren, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in das Hochland gedrängt wurden.

Essen und Trinken
Die reunionesische Küche mit tausend exotischen Genüssen ist an Farbenpracht und Geschmacksrichtungen kaum zu übertreffen. Die ganze Vielfalt der Völkermischung spiegelt sich darin wieder: Pimpin-Terrine (Frucht des Vacoa-Baums) mit Kurkuma, Ente mit Vanille, Rindfleischragout mit Palmenherzen. Allein die Namen der Gerichte mit exotischem Klang regen zum Träumen an. Der Piment, ob in der Blutwurst oder in den dazuservierten Gemüseachards bringt den Besucher genauso zum Schwitzen wie der lokale Rum oder die tropische Sonne. Achard bezeichnet alle Arten von Gemüse, in Lamellen geschnitten und mit einer Pimentmarinade angemacht. Der stärkste reunionesische Piment ist der «vogel-piment, piment zoiseau». Er wird in einer kleinen Schale als Rougail zu dem traditionellen reunionesischen Gericht, dem Cari, gereicht. Am bekanntesten sind Tomatenrougail, Auberginenrougail, grüne Mangorougail, Zitronenrougail aber auch Erdnussrougail. Früchte oder Gemüse werden klein geschnitten oder mit dem Stampfer zermalen, dazu kommt grüner Piment, Salz, Zwiebel und etwas Öl. Neben dem Reis wird als Beilage Hülsenfrüchte gereicht: rote Bohnen, Erbsen oder noch besser Linsen aus Cilaos, die aufgrund des fruchtbaren Vulkanbodens eine exzellente Qualität aufweisen.

Wirtschaft
Die Zuckerrohrplantagen sind allgegenwärtig. Außerdem werden Tee-, Vanille- und anderen Duftpflanzen wie Ylang-Ylang angebaut. Sie stellen die wichtigsten Wirtschaftszweige der Insel dar. Der Tourismus ist noch nicht weit vorangetrieben, allerdings wird seit 1990 immer mehr dafür getan, denn für Bergsteiger, Wanderer und Taucher bietet La Réunion ideale Bedingungen.

Elektrizität
110/220 Volt, 50 Hertz, ein Adapter ist erforderlich.